Geschichte des Vereins und Verdienste für die Stadt Rösrath
Stolz blicken wir auf die über 80 jährige erfolgreiche Geschichte des Korps, das aus der
Bläsergruppe des Jünglingsvereins und dem Turnierspielmannszug von Rösrath
hervorgegangen ist zurück, dank guter Kameradschaft und engagierter Vereinsführung
haben wir auch schlechte Zeiten gut überstanden.

Gegründet wurde der Verein seinerzeit von den aus dem ersten Weltkrieg heimgekehrten Militärmusiker Heinrich
Müller und Josef Reucher. Zur Gruppe der Gründungsmitglieder gehörte
auch Josef Siebertz, einer der langjährigsten Mitglieder
des Korps.
Trotz der schmerzhaften Lücken, die der zweite Weltkrieg auch beim Tambourkorps Rösrath hinterließ, gelang es den Heimgekehrten, ab 1950 wieder mit dem geregelten Probebetrieb und der Nachwuchsausbildung zu beginnen.
Seitdem fehlen wir Blau-Weißen
bei keinem Volksfest in der Gemeinde Rösrath. Bei Martinszügen, Gedenktagen und
familiären Jubelfeiern sind wir mit unserem gern gehörten Spiel ebenso dabei wie
beim Schützenfest und im Karneval. Am Rosenmontag 1963 gaben wir dem Rösrather Straßenkarneval neue Impulse, indem wir allein durch Rösrath
zogen und damit anderen Ortsvereinen und Gruppen ein Zeichen gaben. In den Jahren danach fand man sich zu einem
attraktiven Rosenmontagszug zusammen.

Schon ein Jahr
später nahmen unsere damaligen Spielleute am Erntefest im flandrischen Veurne teil
und wurden mit unserem langjährigen Tambourmajor Paul Müller später die
Initiatoren der mittlerweile lang jährig bestehenden Partnerschaft zwischen
Rösrath und Veurne. Hinzu kamen (gemeinsam mit dem Sülztaler Blasorchester und
dem MGV Rösrath) freundschaftliche Kontakte nach Weißbriach in Kärnten und die
Verbindung zu dem Flüchtlingslager Friedland, das unsere Mitglieder mehrfach mit
gespendetem Kinderspielzeug versorgten.
Mit Altmaterialsammlungen und Auftrittshonoraren wurden die schmucken Uniformen wie auch die notwendigen Instrumente beschafft. Neu hinzukommende Musikanten werden kostenlos eingekleidet und brauchen auch keinen Mitgliedsbeitrag zu bezahlen. Stattdessen erhalten sie kostenlos Unterricht in den Spielmannszuginstrumenten Querflöte, Marschtrommel, Tenortrommel, Schlagzeug, Fanfare und Lyra. Auch interessierte Mädchen sind in unserem Tambourkorps gern gesehen. Hinzu kommt neben dem tüchtigen Lernen und Üben (jeden Donnerstag, 20 Uhr in der Gemeinschaftsgrundschule) auch zusätzliche jugendpflegerische Arbeit zur Förderung der Kameradschaft unter den jugendlichen Mitgliedern.
Eine harte Zeit ist
die jeweilige Karnevalssession, denn wir gehören seit über 20
Jahren (als ihr aktives Mitglied Ernst Bähner Karnevalsprinz war) zu den
ständigen Begleitern der Tollitäten. Über 80 Auftritte in der Session sprechen für sich.
Und diese ist
Blau-Wiesse Funke Wahn von 1948 e.V. Für den Rösrather Rosenmontagszug standen wir aber dennoch all die Jahre zur Verfügung und begleiteten auch
diesen.
Regelmäßig proben wir für die bevorstehende Karnevalssession. Alljährlich müssen neue Stücke einstudiert werden, denn die meisten Stücke halten nicht lange vor, und
mit alten Kamellen wollen wir uns nicht zufrieden geben. Die Belohnung für
diesen harten Einsatz besteht jedes zweite Jahr in einem größeren Ausflug.
Erinnerungen an Garmisch, Berchtesgaden, Kärnten, das Bodenseegebiet und
natürlich die westflandrische Atlantikküste spornen uns immer wieder an, bei der Stange zu bleiben.
Das Tambourkorps freut sich jeder Zeit über neue, interessierte Musikanten, oder solche die es werden möchten. Vor einem Probenbesuch wäre eine Kontaktaufnahme schön, grundsätzlich stehen unsere Türen am Donnerstagabend aber immer offen.

